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Wasserdicht vs. wasserabweisend vs. wasserfest

31. Oktober 2023

Ob starker Regen, leichte Schauer oder Nieselregen, die Wahl der richtigen Oberbekleidung ist bei allen Outdoor-Aktivitäten von entscheidender Bedeutung. Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen wasserdichten, wasserabweisenden und wasserfesten Materialien. Nur wenn du die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien kennst, kannst du die richtige Jacke und Hose für deine Bedürfnisse auswählen. Erkunde die Welt der Outdoor-Bekleidung und ihre Schutzfunktionen und bleibe bei deinen Outdoor-Abenteuern trocken! 

WasserfestWasserabweisend Wasserdicht
Geringer Schutz vor Nässe.Mittlerer Schutz vor Nässe.Hoher Schutz vor Nässe.
Widersteht etwas Regen.Widersteht leichten und kurzen Regenschauern oder mäßigen Schneefall.Widersteht starken und anhaltenden Regenschauern und nassem Schnee.
DWR-BehandlungWasserdichte Membran, DWR-Behandlung, versiegelte Nähte und wasserabweisende Reißverschlüsse.

Was bedeutet wasserfest? 

Ein wasserfestes Gewebe bietet den geringsten Schutz vor Nässe. Als wasserfest gelten Stoffe und Materialien, die dem Eindringen von Wasser bis zu einem gewissen Punkt widerstehen können. Dies wird mit einem dicht gewebten Material erreicht, das eine gewisse Zeit benötigt, bis Wasser durchdringt. Bei sehr leichtem Regen eignet sich wasserfeste Kleidung. Feuchtigkeit kann in das Gewebe eindringen, die Kleidung trocknet aber schnell, sobald du dem Regen entkommst. 

Was bedeutet wasserabweisend? 

Ein wasserabweisendes Gewebe bietet einen höheren Schutz vor Nässe als wasserfestes. Dennoch ist es nicht wasserdicht. Wasserabweisende Stoffe und Materialien sind DWR behandelt (Durable Water Repellent) und können das Aufsaugen von Wasser verhinden. Die Oberfläche des Gewebes absorbiert Wasser und lässt es abperlen. Bei einigen Materialien für Outdoor-Ausrüstungen wird für diesen Effekt gerne auch Wachs verwendet – so zum Beispiel bei Baumwoll-Canvas. 

Mit einer wasserabweisenden Behandlung kannst du deine Kleidung besser vor Regen schützen. Trotzdem kann bei starkem Regen oder längerem Einwirken von Nässe nach einer gewissen Zeit Wasser eindringen. Nach häufigem Gebrauch und stärkerer Beanspruchung der Kleidung, ist es ratsam, das Kleidungsstück zu imprägnieren oder eine neue wasserabweisende Behandlung aufzutragen, um die Wirksamkeit aufrechtzuerhalten.  

Weiterlesen: Was ist DWR (Durable Water Repellent)? 

Was bedeutet wasserdicht? 

Ein wasserdichtes Material bietet einen hohen Schutz vor Nässe. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Material wasserdicht zu machen – durch eine Membran oder eine Beschichtung. Die meisten Outdoor-Bekleidungsstücke für intensive Aktivitäten bestehen aus einer Membran. 

Eine Membran ist eine technische Barriere, die Feuchtigkeit aus dem Inneren des Kleidungsstücks entweichen lässt und gleichzeitig das Eindringen von Nässe verhindert. Kleidungstücke aus wasserdichter Membran bieten eine gute Atmungsaktivität und gleichzeitig einen hervorragenden Schutz vor Nässe. 

Wie sind wasserdichte Stoffe mit Membran aufgebaut? 

Atmungsaktive, wasserdichte Materialien bestehen aus einem Außenstoff, einer auf der Innenseite laminierten wasserdichten Membran und häufig einem dritten Material als Innenfutter für den Komfort.   

Es gibt verschiedene Arten von Membranen, alle verhindern aber, dass Wasser in das Kleidungsstück eindringt, während geleichzeitig Feuchtigkeit aus dem Inneren des Kleidungsstücks entweichen kann. Dieses clevere Design sorgt dafür, dass du auch bei Nässe trocken bleibst, ohne dass du dich in deiner Kleidung verschwitzt oder unwohl fühlst. 

Die wasserdichte Membran ist empfindlich und schon kleine Risse beeinträchtigen den Schutz vor Nässe. Um die Langlebigkeit zu erhöhen, ist die Membran auf der Innenseite mit einem robusten Stoff laminiert, der als Außenschicht fungiert. Die Außenschicht besteht häufig aus dicht gewebtem Material, das mit DWR behandelt wurde, um zu verhindern, dass Wasser durch den Außenstoff eindringt und die Atmungsaktivität des Kleidungsstücks beeinträchtigt wird. 

Auch die Innenseite der Membran muss geschützt werden, damit sie nicht beschädigt wird. Dies kann mit einem losen Innenliner, einer Schutzbeschichtung oder einer verklebten Innenschicht erfolgen. Die verschiedenen Zusammensetzungen werden oft als 2-, 2.5- oder 3-schichtig bezeichnet. 

Zusammensetzungen

2 Schichten (2L): Bei diesem Design ist die wasserdichte Membran mit der Innenseite des Außenstoffs verklebt. Das Innenfutter ist separat eingefasst und sorgt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut.

2.5 Schichten (2.5L): Dieser Typ verfügt über eine wasserdichte Membran, die auf der Innenseite des Außenstoffs laminiert ist. Doch statt eines losen Innenfutters ist auf der Innenseite eine Schutzschicht aufgesprüht oder aufgedruckt. Diese schützt die Membran vor Abrieb und sorgt für ein leichteres, besser verpackbares Kleidungsstück.

3 Schichten (3L): Hier sind Außenstoff, wasserdichte Membran und Innenfutter fest zu einem Stoff verbunden. Dieses Design bietet überragende Haltbarkeit und Schutz.

Vollständig versiegelte Nähte

Die Wasserdichtigkeit des Materials wird durch Nähte geschwächt, da die Nadel winzige Löcher in die Membran bohrt, durch die Wasser eindringen kann. Das bedeutet, dass alle Nähte in wasserdichter Kleidung Schwachstellen sind, die mit wasserdichtem Klebeband verstärkt werden müssen, um das Eintreten von Wasser zu verhindern.

Wasserfeste Reißverschlüsse

Reißverschlüsse sind eine weitere Schwachstelle, denn Wasser kann durch die Nähte und die Zähne des Reißverschlusses eindringen. Achte daher immer auf wasserfeste Reißverschlüsse, um ein Eintreten von Wasser zu vermeiden.

Wie misst man die Wasserdichtigkeit? 

Ein Standard namens Hydrostatischer Kopf/ Hydrostatischer Druck (HK) misst die Wasserdichtigkeit eines Materials. Die Wasserdichtigkeit gibt an, wie viel Wasserdruck die Membran aushält, bevor Wasser eindringt, und wird in Millimetern (mm) angegeben.  

Früher wurde für diese Art von Test, Wasser in eine zylinderförmige Säule gegossen und gemessen, wie viel Druck das Gewebe aushält, bevor es leckt. Daher ist es üblich, die Testergebnisse alternativ auch “Wassersäule” zu nennen. Heutzutage sind die Tests automatisiert und die Messwerte können je nachdem, wie schnell man den Druck erhöht, deutlich abweichen. Bei der Prüfung der Wasserdichtigkeit unserer Materialien verwenden wir den japanischen Standard JIS L 1092.  

Je höher das Testergebnis für Wasserdichtigkeit ausfällt, desto wasserdichter ist das Material. Auch die Konstruktion des Kleidungsstücks, die Wetterbedingungen und die Nutzung beeinflussen die Wasserdichtigkeit. 

Wasserdichtigkeit Wetterverhältnis
5 000 – 10 000 mmHält leichtem Regen, mäßigem Schneefall und leichtem Druck stand.
10 000 – 15 000 mmHält mäßigem Regen, mittlerem Schneefall und leichtem Druck stand.
15 000 – 20 000 mmHält langem und starkem Regen, nassem Schneefall und etwas Druck stand.
20 000 mm +Hält anhaltendem und starkem Regen, nassem Schnee und hohem Druck stand.

Die Relevanz der Atmungsaktivität 

Wenn die Atmungsaktivität beeinträchtigt ist, hat man oft das Gefühl, dass die wasserdichte Kleidung durchnässt ist. Ohne Atmungsaktivität kann die warme und feuchte Luft in deiner Kleidung nicht entweichen, sodass man sich feucht und klamm fühlt. 

Die Atmungsaktivität kann beeinträchtigt werden, wenn der Oberstoff deiner Kleidung mit Wasser vollgesogen ist, da dies verhindert, dass Wasserdampf durch das Gewebe entweicht. Die DWR-Behandlung des Oberstoffs sorgt dafür, dass das Wasser abperlt, wodurch die Zeit bis sich der Stoff vollsaugt, verlängert wird. 

Je aktiver du bist, desto mehr feuchte Luft muss aus der Kleidung entweichen. Die Atmungsaktivität der Membran kann bei intensiver Aktivität möglicherweise nicht mithalten, wodurch Feuchtigkeit im Inneren des Stoffes kondensiert. Deshalb solltest du bei deiner wasserdichten Kleidung auf Belüftungsreißverschlüsse achten. Diese ermöglichen es dir, heiße und feuchte Luft bei hochintensiven Aktivitäten schnell entweichen zu lassen. 

Die Atmungsaktivität wird im Labor gemessen und zeigt die Fähigkeit eines Materials, Körperfeuchtigkeit abzugeben. Gemessen wird sie in g/m²/24h, also der Wassermenge, gemessen in Gramm, die ein Quadratmeter Stoff innerhalb von 24 Stunden abgeben kann. Je höher die Atmungsaktivität, desto atmungsaktiver ist das Material. 

AtmungsaktivitätIntensität
5 000 – 10 000 g/m²Aktivitäten mit geringer Intensität wie Wandern und leichtes Skifahren.
10 000 – 15 000 g/m²Aktivitäten mittlerer Intensität wie Wandern oder Skifahren.
15 000 – 20 000 g/m² +Hochintensive Aktivitäten wie Laufen oder Bergsteigen.

Was solltest du auswählen?  

Welches Maß an Wasserdichte und Atmungsaktivität du wählen solltest, hängt vom Wetter, dem Klima, der Aktivität und der Intensität ab. Die Wahl des richtigen Gleichgewichts zwischen diesen Faktoren kann dir dabei helfen, deine Körpertemperatur zu regulieren und dafür sorgen, dass du trocken und komfortabel bleibst. 

Häufig gestellte Fragen  

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